DIE ZEITGESCHICHTE DER BÄRTE

DIE ZEITGESCHICHTE DER BÄRTE

Jeder dritte Mann in Deutschland trägt einen Bart, jede zweite Frau findet Bartträger attraktiv.

Schon seit Jahrzehnten ist der Bart ein Symbol für Macht, Stärke, Autorität und Attraktivität. Bärte hatten im Laufe der Zeit zwar Ups and Downs, doch kein Trend schaffte es, sie ganz aus den Männergesichtern verschwinden zu lassen.

Heute ist der Bart absolut in. Besonders was unterschiedliche Stile, Form und Länge betrifft. Trendforscher und Psychologen haben herausgefunden, dass der Bart die Persönlichkeit und den Charakter unterstreichen und so manche Unebenheiten im Gesicht kaschieren und ausgleichen können.

Große Persönlichkeiten der Zeitgeschichte hatten auch eine Gesichtsbehaarung und dies oft aus unterschiedlichen Gründen.

Welche Motivation dahinter steckte, erfährst Du heute in diesem Beitrag. Heute wird es also lehrreich und zugleich unterhaltsam, denn wir reisen durch die Zeitepochen und betrachten uns dabei die Bärte namenhafter Männer. Der Bart hat im Laufe der Jahrzehnte schon viele Gesichter gehabt. Bei manchen Zeitgenossen und Idolen war der Bart ein politisches Statement, für andere eine Differenzierung gegenüber der älteren Generation und wiederum andere wollten einfach nur gefallen …

ca. 4000 vor Christus

Unsere Zeitreise geht zurück zu den Ägyptern. Hier entdecken wir den sogenannten Königsbart oder auch Pharaonenbart, der im Grunde ein geflochtener und künstlicher Kinnbart war. Ja, zu gewissen Zeromonien und Anlässen haben sich die Könige einen solchen sogenannten Zeromonien-Bart angesteckt. Ramses der 2. und natürlich Tutanchamun sind Könige, die diesen Bart trugen.

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Urheber Foto: Iryna Denysova

Diese phallusartige Bartform galt als Zeichen der Männlichkeit. Witzig war nur, dass einige Frauen diesen Ansteckbart auch trugen.

Dieser Bartstil ist seither noch nicht wieder in Mode gekommen. Vielleicht ist bald die Zeit für diesen Kinnbart gekommen?

1600 -1700 – Bart oder nicht Bart … das war die Frage

Die Bartmode wurde seither immer von den den Mächtigen vorgebenen.

Während Heinrich IV. den Bart in Frankreich populär machte, sorgte König Ludwig XIV. dafür, dass die Gesichtshaare seiner Untergebenen schnell wieder verschwanden. Eine besonders extreme Abneigung gegen Bärte hatte der russische Zar Peter. Seine Abneigung bezüglich Gesichtsbehaarungen  ging sogar so weit, dass er im 17. Jahrhundert einer Bartsteuer in Russland einführte. Männer, die sich nicht von ihrem Bart trennen konnten, mussten eben zahlen.

1860 – der Backenbart; auch Schifferkrause oder Chin Curtain genannt

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Urheber Foto: Anthony Baggett

Bekannt gemacht hat diesen Bartstil unter anderem Abraham Lincoln. Wie kam es dazu? Er hatte ein sehr sehr schmales Gesicht, was ohne Bart etwas kränklich aussah. Man hatte ihm prophzeit, dass er mit einem Backenbart gesünder und attraktiver ausehen würde und erfolgreicher wäre.

Diese Statetegie ist aufgegangen. Er wurde der 16. Präsident der USA.

Dieser Bartstil steht heute noch für Frieden und Freigeist und wird heute noch Lincoln-Bart genannt

1870 – der üppige Vollbart

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Urheber Foto: Georgios Kollidas

Auch wenn diese Bartform sehr an den Weihnachtsmann erinnert, war dieser aber keinesfalls ein Ausdruck von Gutmütigkeit, sondern ein zeitgenössisches Kennzeichen der Revolution. Der Trend hielt sich in Revoluzzer-Kreisen bis ins 20. Jahrhundert und wurde demnach auch Revoluzzer-Bart genannt. Und richtig erkannt. Einer der berühmten Träger war Karl Marx

1900 – der kaiserliche Zwirbelbart

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Urheber Foto: eans

Der extravagante Zwirbelbart des Kaiser Wilhelms ließ sich nur in Form halten, indem der Kaiser nachts eine Bartbinde trug. Der Bart des Kaisers war so markant und populär, dass seine Anhängern diese Bartform aus Symbol für die Kaisertreue trugen.

Bekannt ist diese Bartform auch als  Kaiser Wilhelm Bart.

1940 – der elegante Moustache

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Urheber Foto: konstantin32

Zu den elegantesten und charmantesten Schnurrbärten dieser Zeitepoche gehört zweifelsohne der MoustacheClark Gable verführte mit seinen schmalen Oberlippenbart Vivien Leigh in „Vom Winde verweht“. Millionen Kinozuschauer auf der ganzen Welt haben sich von dieser Bartform inspirieren lassen und machten sich so auch auf die Suche nach einem kussbaren Mund!

1970 – der Vollbart der 70er

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Urheber Foto: Melissa Varoy

 Bei der Flower-Power-Generation, der sogenannten Hippies waren nicht nur lange Haare angesagt, sondern auch Vollbärte. Die junge Generation wollte ein klares Zeichen setzen und sich von diesen schnieken pomatierten Haaren und gestylten Schnäuzern absetzen. Zum Graus der Eltern propagierte diese Gegenbewegung eine von Zwängen und bürgerlichen Tabus befreite Lebensvorstellung.

1980 – der Pornobalken

Kennst Du noch Tom Seleck als Magnum? Er hat wohl wie kein anderer diesen Bartstil berühmt gemacht. Ergänzend zu diesem „sexy“ Bartstil durfte dabei nicht die üppige Brustbehaarung fehlen. 

Und warum heisst diese Bartform Pornobalken?  Nun … ich weiß doch, was Du jetzt denkst …. und Du liegst mit Deinen Gedanken sehr richtig! 

2000 – der Dreitagebart

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Urheber Foto: curaphotography

Metrosexuell nannte man den neuen Stil dieser Epoche, bei dem die Brust jetzt glattrasiert wurde, das Gesicht aber mit verwegenen Stoppeln übersäht ist. Der typisch metrosexuelle Mann pflegt sich, trägt Ohrringe und geht auch mal zur Maniküre. Der berühmte Fussballer David Beckham wurde mit Sicherheit in dieser Epoche mit dem Dreitagebart zum Trendsetter.

2010 – der Vollbart in allen Variationen

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Urheber Foto: Ferenczi Gyorgy

Was ist ein Hipster: Ein ganz normaler Mann zwischen 20 und 30, der sich für Kunst und zukunftweisende  Politik interessiert, hört Indie Rock, ist kreativ und gut gebildet. 

Der Hipster-Bart ist sehr vielfältig. Mal gestutzt, mal lang. Erlaubt ist, was gerade angesagt ist. Ich weiss, mittlerweile kann man diesem Namen nicht mehr hören und kaum jemand möchte sich dazu bekennen. 

Lassen wir uns überraschen, welcher Barttrend als nächstes angesagt ist. Alles im allem sollte man das Moderegiment doch nicht zu Ernst nehmen, denn besteuert wird ein Bartträger sicher sich nicht werden, oder doch?


Und nun….?  Vielleicht wird Du der nächste Barttäger, der einen neuen Trend setzt. Wie Du hier heute erfahren kannst, passiert das nicht immer bewusst.

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Urheber Titelbild: dashikka

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